Vollmachtsvorlage – ausnahmsweise schon – Die 2.

Auf einen Einzelfall, in dem eine Vollmachtsurkunde ausnahmsweise vorzulegen ist, hatten wir bereits hingewiesen. Auf eine andere – oft übersehene – Konstellation macht der (auch im Urlaub fleißige 😉 ) Kollege Burhoff aufmerksam unter Hinweis auf den Beschluss 4 StRR 93/10 des OLG München vom 14.o7.2010:

Leitsatz: Die Vertretung des Angeklagten in der Hauptverhandlung durch den Pflichtverteidiger gemäß § 411 Abs. 2 Satz 1 StPO setzt eine wirksam erteilte Vertretungsvollmacht voraus. Die ihm als Wahlverteidiger zuvor erteilte Vertretungsvollmacht erlischt mit seiner Bestellung zum Pflichtverteidiger.

Also, wie schon gesagt: Haben sollte man die Vollmachtsurkunde in jedem Fall, ob und wann man sie vorlegt, ist eine andere Frage.

s. auch hier

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5 Responses to Vollmachtsvorlage – ausnahmsweise schon – Die 2.

  1. was iszt „Urlaub“? 🙂 🙂

  2. verteidiger sagt:

    In der Sonne am Strand liegen und bloggen.? 😉

  3. […] Wir hatten vor einigen Tagen über die Vertretung des ausgebliebenen Angeklagten in der Berufungshauptverhandlung im  Strafbefehlverfahren und die dafür erforderliche Vertretungsvollmacht des (Pflicht)Verteidigers berichtet (vgl. hier und hier). […]

  4. […] setzt das Gericht sich damit sogar von der Rechtsprechung anderer OLGe (vgl. hier und hier) ab, die für den Antrag auf Entbindung des Betroffenen von der Verpflichtung zum Erscheinen wohl […]

  5. […] es den einen oder anderen Grund gibt, ausnahmsweise eine Vollmacht vorzulegen, war bereits berichtet worden. Dies gilt auch […]

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