Und sie schlafen weiter auf dem Baum

3. Juli 2013

Die Vollmachtsvorleger

 

Es ist nachgewiesen, erörtert und besprochen: Eine schriftliche Vollmacht darf im Straf- und Bußgeldverfahren nicht vorgelegt werden, weil die Vorlage keinen einzigen Vorteil hat, dem Mandanten aber Nachteile bringen kann. Also: Vollmachtvorlage = anwaltlicher Kunstfehler!

Eine nahe der östlichen Grenze unseres Staates beheimatete Staatsanwaltschaft begehrte gleichwohl die Vorlage einer schriftlichen Vollmacht. Ich habe mir erlaubt, höflich nach dem Grund für diese Bitte zu fragen. Die überraschende – auch höfliche – Antwort:

 

In meinem Schreiben vom xx.yy.2013 war die Übersendung einer Vollmacht lediglich deshalb erbeten worden, weil die sich für hiesige Verfahren bestellenden Verteidiger eine solche üblicherweise übersenden.

Eine entsprechende Verpflichtung besteht nicht.

 

Ach! Der Staatsanwalt weiß es, aber die Kollegen ………??????????????

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